KfW-Förderung für Hamm und Kreis Unna mehr als verdoppelt

176,9 Millionen Euro für Investitionen in der Region

Im ersten Halbjahr 2026 hat die KfW Fördermittel in Höhe von insgesamt 176,9 Millionen Euro für Hamm und den Kreis Unna zugesagt. Das sind 96,3 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Damit hat sich das Fördervolumen innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt.

Die KfW ist die Förderbank des Bundes und der Länder und hat einen gesetzlichen öffentlichen Auftrag. Anders als eine Geschäftsbank arbeitet sie nicht primär gewinnorientiert: Sie soll wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung fördern und wird insbesondere dort tätig, wo eine Marktschwäche besteht oder zusätzliche Impulse benötigt werden. Dafür stellt sie unter anderem zinsgünstige Kredite und Zuschüsse zur Verfügung.

In die Stadt Hamm fließen 32 Millionen Euro. Davon entfallen 8,1 Millionen Euro auf die Mittelstandsbank, unter anderem für Gründungen, Unternehmensinvestitionen, Digitalisierung und Energieeffizienz. 23,4 Millionen Euro gehen an private Kundinnen und Kunden, weitere 0,5 Millionen Euro in die kommunale und soziale Infrastruktur.

Im Kreis Unna liegt das Fördervolumen bei 144,9 Millionen Euro. Davon gehen 19,5 Millionen Euro an die Mittelstandsbank, 124,4 Millionen Euro an private Kundinnen und Kunden und 1,1 Millionen Euro in die kommunale und soziale Infrastruktur.

„Dass sich das Fördervolumen gegenüber dem vergangenen Jahr mehr als verdoppelt hat, ist ein starkes Signal für unsere Region. Genau dafür brauchen wir eine starke öffentliche Förderbank: Sie kann Investitionen anschieben und Finanzierungen erleichtern, die ohne staatliche Förderung schwieriger zustande kämen. Das hilft Unternehmen, die investieren wollen, genauso wie Menschen, die bauen oder modernisieren, und unseren Kommunen“, erklärt Michael Thews. Die KfW vergibt viele ihrer Förderkredite über Partner- bzw. Hausbanken und kann dabei auch einen Teil des Ausfallrisikos übernehmen.

„Diese Investitionen stärken unsere Wirtschaft, bringen die Energiewende vor Ort voran und sorgen dafür, dass Hamm und der Kreis Unna auch in Zukunft gute Orte zum Leben und Arbeiten bleiben“, so Thews weiter.


583.584 Euro Bundesförderung für innovative Infektionsdiagnostik an der HSHL

Wie lassen sich bakterielle und virale Infektionen schneller erkennen und zuverlässig unterscheiden? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Forschungsverbund unter Beteiligung der Hochschule Hamm-Lippstadt. Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews informierte sich gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister von Hamm-Mitte, Jan Ole Trautmann, über das Projekt ViBa-IMS und die Arbeit des Forschungsteams.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines nichtinvasiven Verfahrens, das bakterielle und virale Infektionen anhand charakteristischer chemischer Spuren erkennen kann. Patientenproben werden mithilfe der Ionenmobilitätsspektrometrie untersucht. Die dabei entstehenden Messdaten sollen durch tiefe neuronale Netze ausgewertet werden, die an der HSHL trainiert werden. So soll schneller festgestellt werden können, welche Art von Infektion vorliegt. Ein wichtiger Anwendungsfall ist die frühzeitige Erkennung einer Sepsis.

„Eine schnelle und zuverlässige Diagnose ist entscheidend für die richtige Behandlung. Wenn frühzeitig erkannt wird, ob eine Infektion durch Bakterien oder Viren verursacht wurde, können Medikamente gezielter eingesetzt und unnötige Antibiotikagaben vermieden werden. Das Projekt verbindet moderne Medizintechnik mit künstlicher Intelligenz und kann die Versorgung von Patient:innen ganz konkret verbessern. Ich danke den Professor:innen für die spannenden Einblicke und das große Herzblut, das sie in dieses Projekt stecken“, erklärt Michael Thews.

Für ihr Teilvorhaben erhält die HSHL 583.584 Euro aus der Technologie- und Innovationsförderung des Bundes. Die Hochschule übernimmt die massen- und ionenspektrometrische Referenzanalytik, das Training der neuronalen Netze sowie den Aufbau einer gemeinsamen Dateninfrastruktur. Das Projekt läuft vom 1. April 2026 bis zum 31. März 2029.

„Wir untersuchen mit hochpräzisen Analyseverfahren, welche chemischen Spuren bakterielle und virale Infektionen hinterlassen. Damit schaffen wir verlässliche Referenzdaten, die später mit den Messungen aus Patientenproben abgeglichen werden können. Entscheidend ist, die charakteristischen Muster der verschiedenen Infektionen möglichst eindeutig zu erfassen“, erklärt Prof. Dr. Stefanie Sielemann.

Prof. Dr. Harald Mathis erläutert: „Unsere Aufgabe ist es, die großen Datenmengen mithilfe künstlicher Intelligenz nutzbar zu machen. Dafür trainieren wir tiefe neuronale Netze mit den Daten der beteiligten Kliniken und den Ergebnissen der Referenzanalytik. Die daraus entstehenden Modelle sollen den Zustand von Patient:innen möglichst schnell einschätzen und künftig auch Vorhersagen zum weiteren Krankheitsverlauf ermöglichen. Eine mögliche Sepsis ist dabei ein besonders wichtiger Anwendungsfall.“

„Die HSHL zeigt mit diesem Projekt, welches wissenschaftliche und technologische Potenzial in Hamm steckt. Hier wird an einer Lösung geforscht, die Diagnosen beschleunigen und künftig ganz konkret Leben retten kann. Die Bundesförderung stärkt diese wichtige Arbeit und zugleich den Forschungsstandort Hamm“, erklärt Jan Ole Trautmann.


109.566 Euro Bundesförderung für den Klimaschutz im Evangelischen Kirchenkreis Hamm

Der Evangelische Kirchenkreis Hamm erhält 109.566 Euro aus dem Bundesumweltministerium für die Fortsetzung seines Klimaschutzmanagements. Der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Thews informierte sich gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister Jan Ole Trautmann vor Ort über die bisherigen Erfolge, die nächsten Schritte und die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung. Die Förderung geht über drei Jahre und deckt 40 Prozent der Personalkosten sowie externe Leistungen zur Prozessunterstützung, Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit.

Der Kirchenkreis hat eine umfassende Energie- und Klimaschutzbilanz erstellt und daraus 19 konkrete Maßnahmen abgeleitet. Ein Schwerpunkt liegt auf den kirchlichen Gebäuden. Geplant sind unter anderem energetische Sanierungen, die Optimierung von Heizungsanlagen und der Austausch fossiler Heizungen. Zudem sollen Photovoltaikanlagen auf insgesamt 19 Kindertagesstätten entstehen. Weitere Anlagen auf kirchlichen Gebäuden sind bereits in Vorbereitung.

“Der Kirchenkreis zeigt, wie aus einem Klimaschutzkonzept konkrete Maßnahmen werden. Die Bundesförderung schafft die notwendige personelle Grundlage dafür, dass dieser Weg konsequent weitergegangen werden kann. Davon profitieren nicht nur das Klima und die Kirchengemeinden, sondern langfristig auch die Menschen vor Ort”, erklärt Michael Thews.

Dr. Tilman Walther-Sollich, Assessor und Vertreter der Kirchenkreisleitung, betont: “Wir haben uns als Kirchenkreis klare Ziele gesetzt und wollen unserer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung gerecht werden. Dabei wollen wir als Teil der Gesellschaft Verantwortung übernehmen und unser erlangtes Wissen im Bereich Klimaschutz auch teilen. Mit der Förderung können wir unser Klimaschutzmanagement fortsetzen und die gemeinsam beschlossenen Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen.”

“Bis 2035 möchten wir die Treibhausgasemissionen um rund zwei Drittel im Vergleich zu 2023 reduzieren. Der Gebäudebereich bietet uns besonders große Möglichkeiten, Energie und Emissionen einzusparen. Entscheidend ist, dass wir gezielt in die Gebäude investieren, die langfristig genutzt werden. Dafür brauchen wir verlässliche Planungen und eine stabile Förderkulisse”, erklärt die Klimaschutzmanagerin Dorothea Keveloh.

Jan Ole Trautmann freut sich: “Die Stadt Hamm und der Kirchenkreis haben bereits erfolgreich bei der Finanzierung der KiTa-Standorte zusammengearbeitet, da NRW die Träger mit dem KiBiz-Programm nicht auskömmlich finanziert. Deshalb freut es mich, dass der Evangelische Kirchenkreis erneut Verantwortung übernimmt und zeigt, wie Klimaschutz vor Ort konkret umgesetzt werden kann. Die geplanten Maßnahmen senken den Energieverbrauch, stärken unsere örtlichen Einrichtungen und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem klimafreundlichen Hamm.”

Michael Thews erklärt abschließend: “Klimaschutz gelingt nur, wenn Ziele auch vor Ort umgesetzt werden können. Dafür braucht es Planungssicherheit und Förderangebote, auf die sich Kirchen, Kommunen und andere Einrichtungen verlassen können. Die Erfahrungen und Hinweise aus Hamm nehme ich deshalb auch mit nach Berlin.”


Michael Thews ruft Jugendliche zur Bewerbung für den Jugendmedienworkshop im Bundestag auf

Eine Woche lang Politik und Medien in Berlin erleben

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews ruft Jugendliche aus Hamm, Lünen, Selm und Werne dazu auf, sich für den Jugendmedienworkshop 2026 im Deutschen Bundestag zu bewerben. Der Workshop findet vom 1. bis 7. November 2026 in Berlin statt und steht unter dem Titel „Alles. Gleichzeitig. Überall. Jung sein zwischen Krise und Zukunft“.

Eingeladen sind 25 politik- und medieninteressierte Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren. Organisiert wird der Workshop vom Deutschen Bundestag gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Jugendpresse Deutschland e. V. Die Schirmfrauschaft übernimmt Josephine Ortleb, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages.

„Gerade junge Menschen erleben viele große Fragen unserer Zeit gleichzeitig: Klimakrise, Krieg, soziale Unsicherheit, Digitalisierung und die Sorge um die eigene Zukunft. Deshalb ist es wichtig, dass sie nicht nur über Politik sprechen, sondern sich selbst einmischen, Fragen stellen und ihre Perspektiven einbringen. Der Jugendmedienworkshop bietet dafür eine tolle Gelegenheit“, erklärt Michael Thews.

Während der Workshopwoche erhalten die Teilnehmenden Einblicke in den medialen und politisch-parlamentarischen Alltag in Berlin. Sie setzen sich kritisch mit dem politischen Geschehen auseinander, treffen Abgeordnete, diskutieren mit Mitgliedern verschiedener Ausschüsse und tauschen sich mit Fachleuten zum Workshop-Thema aus.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der eigenen journalistischen Arbeit. Die Jugendlichen entwickeln nach ihren Interessen eigene Beiträge und gestalten ein Online-Dossier mit Texten, Audio-, Video- oder Social-Media-Formaten.

„Wer sich für Politik interessiert, gerne schreibt, filmt, fotografiert, Podcasts macht oder Social Media nutzt, sollte sich unbedingt bewerben. Ich würde mich sehr freuen, wenn junge Menschen aus meinem Wahlkreis diese Chance nutzen und ihre Stimme nach Berlin tragen“, so Thews weiter.

Bewerbungen sind vom 7. Juli bis zum 5. August 2026 möglich unter: www.bpb.de/jugendmedienworkshop


Internationaler Austausch mit jungen Stimmen aus Indonesien

25 Jugendliche aus Indonesien haben den Bundestagsabgeordneten Michael Thews zu einem Austausch über Kirche, Gesellschaft und Politik in Deutschland getroffen. Die Gruppe nimmt an einem zweijährlichen Austausch teil und wurde von Jakob Köpper begleitet, Juso aus Hamm und Leiter der internationalen Austausche des evangelischen Kirchenkreises in Hamm.

Im Gespräch ging es um viele persönliche und politische Fragen. Die Jugendlichen wollten unter anderem wissen, welcher Ort in Hamm Michael Thews besonders wichtig ist, warum die SPD seine politische Heimat ist, wie eine Sitzungswoche im Deutschen Bundestag abläuft und wie junge Stimmen stärker in politische Entscheidungen einbezogen werden können.

Auch größere gesellschaftliche Themen spielten eine wichtige Rolle. Die Gruppe sprach mit Michael Thews über Demokratie, den zunehmenden Rechtsruck, Bildung, Hilfen für Kinder und Jugendliche sowie internationale Beziehungen.

„Der Austausch mit jungen Menschen ist für mich immer besonders wertvoll. Die Jugendlichen aus Indonesien haben sehr offene, kluge und persönliche Fragen gestellt. Gerade in einer Zeit, in der Demokratie weltweit unter Druck steht, sind solche Begegnungen wichtig. Sie zeigen, wie viel wir voneinander lernen können“, erklärt Michael Thews.

Indonesien selbst hat Michael Thews bisher noch nicht besucht. Umso spannender sei für ihn der direkte Austausch mit den Jugendlichen gewesen. Dabei sei deutlich geworden, wie groß das Interesse an politischer Arbeit, demokratischen Prozessen und gesellschaftlichem Zusammenhalt ist.

„Internationale Begegnungen schaffen Verständnis, bauen Brücken und machen deutlich, dass junge Menschen überall ähnliche Fragen an Politik und Gesellschaft haben. Ich danke der ganzen Gruppe herzlich für den Besuch, die offenen Fragen und das spannende Gespräch“, so Thews abschließend.


Lachgas-Kartuschen bleiben Gefahr für Müllverbrennungsanlagen: Michael Thews fordert Pfand, Rücknahme und stärkere Kontrollen

Die neue gesetzliche Regelung gegen den Missbrauch von Lachgas ist ein wichtiger Schritt. Für die Sicherheit in Müllverbrennungsanlagen reicht sie aber bisher nicht aus. Das wurde bei einem erneuten Besuch des heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Thews (SPD) in der Müllverbrennungsanlage Hamm deutlich. Gemeinsam mit Vertretern der MVA Hamm, der Stadtwerke Hamm und der Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) sprach Thews darüber, ob die Änderung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes (NpSG) bereits Wirkung zeigt.

„Die Belastung bleibt weiterhin sehr hoch“, erklärt MVA-Geschäftsführer Matthias Funke. „Während wir vor der Corona-Zeit ein bis zwei solcher Ereignisse pro Monat registriert haben, kam es in der MVA Hamm allein im Februar zu 110 Explosionen durch Lachgas-Kartuschen. Im März waren es 87, im April 93 und bis Ende Mai bereits 38 Explosionen. Der Rückgang im Mai ist zwar bemerkbar und könnte auf erste Effekte der neuen Regelungen hindeuten. Ob sich daraus ein stabiler Trend entwickelt, können wir derzeit aber bisher nicht sicher beurteilen.“

„Die Gesetzesänderung war richtig und notwendig. Lachgas ist kein harmloser Partygag, sondern kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Gleichzeitig sehen wir in Hamm sehr deutlich, dass das Problem mit dem Verbot allein nicht erledigt ist. Die Kartuschen landen weiterhin im Abfall und werden in den Anlagen zur echten Gefahr“, erklärt Michael Thews.

Die Explosionen sind nicht nur laut und gefährlich, sie verursachen konkrete Schäden. In Hamm gab es 2025 drei Kesselschäden, die auf Explosionen zurückgeführt werden konnten. Teilweise müssen Anlagen nach solchen Ereignissen für zwei bis drei Tage heruntergefahren werden. Pro Schadensereignis können leicht Kosten von 50.000 bis 60.000 Euro entstehen.

„Wer solche Kartuschen achtlos im Restmüll entsorgt, gefährdet Menschen, beschädigt Infrastruktur und verursacht hohe Kosten. Am Ende drohen diese Kosten bei den Gebührenzahler:innen zu landen. Das Handeln weniger darf nicht zulasten aller gehen“, so Thews.

Aus Sicht von Thews muss die Debatte deshalb über den Jugendschutz hinausgehen. Seit April gelten bundesweit strengere Regeln für Lachgas. Der Verkauf größerer Kartuschen an Endverbraucher wurde eingeschränkt, Minderjährige dürfen Lachgas weder erwerben noch besitzen und bestimmte Vertriebswege wie Onlinehandel oder Automatenverkauf wurden begrenzt.

Thews fordert deshalb weitere Schritte: „Wir brauchen ein Pfandsystem, verbindliche Rücknahmepflichten für Händler, eine stärkere Herstellerverantwortung und technische Sicherheitsstandards für die Kartuschen. Wer solche Produkte verkauft, muss auch Verantwortung dafür tragen, dass sie sicher zurückgeführt und nicht zu einem Risiko für Beschäftigte in der Entsorgung werden.“

Auch der Blick auf den Onlinehandel müsse geschärft werden. Billigplattformen und internationale Marktplätze dürften nicht zur Hintertür für Produkte werden, die in Deutschland eingeschränkt oder verboten sind. Thews kündigte an, das Thema illegale Einfuhren und Kontrollen auch bei einem anstehenden Austausch mit dem Zoll in Frankfurt aufzugreifen.

„Wir müssen verhindern, dass neue Regelungen durch Importe über Plattformen wie Temu, Alibaba oder Shein praktisch ausgehebelt werden. Wenn Produkte hier gefährlich sind oder nicht regelkonform in Verkehr gebracht werden dürfen, muss das auch an der Grenze und im Onlinehandel konsequent durchgesetzt werden“, erklärt Thews.

Für Thews zeigt der Fall Lachgas zudem ein größeres strukturelles Problem. Auch Batterien, Einweg-E-Zigaretten und andere Druckbehälter können im Abfall erhebliche Gefahren verursachen. Deshalb brauche es einheitlichere Regeln, bessere Überwachung und klare Verantwortung für Hersteller und Händler. Ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten müsse ebenfalls ernsthaft geprüft werden, wenn sie weiterhin Brände, Schadstoffe und Entsorgungsprobleme verursachen.

Parallel investiert die MVA Hamm weiter in moderne Anlagentechnik. Die Rauchgasreinigung wird umfassend modernisiert. Für alle vier Linien sind dafür rund 67 Millionen Euro vorgesehen. Damit werden die gesetzlichen Anforderungen künftig übererfüllt. Umso wichtiger sei es, die Anlagen nicht durch gefährliche Fehlwürfe zusätzlich zu belasten.

„Die neuen gesetzlichen Regelungen sind ein wichtiger erster Schritt, um den Missbrauch von Lachgas einzudämmen. Für die thermischen Abfallbehandlungsanlagen reicht ein Verkaufsverbot allein aber nicht aus. Besonders große Kartuschen landen weiterhin im Restmüll und verursachen dort Explosionen, was ein Sicherheitsrisiko für Beschäftigte bedeutet und erhebliche Schäden für Anlagen und Infrastruktur verursacht”, erklärt Dr. Bastian Wens, Geschäftsführer von ITAD. “Alleine im Jahr 2025 liegen nach unserer Schätzung branchenweit die Schäden deutlich über 10 Mio. Euro – bis jetzt sehen wir leider keinen abnehmenden Trend. „Deshalb brauchen wir ergänzend ein Pfandsystem für größere Kartuschen, verbindliche Sicherheitsstandards wie Überdrucksicherungen sowie wirksame Kontrollen im Onlinehandel und bei Importen.“

„Das Thema betrifft längst nicht mehr nur die Gesundheitspolitik, sondern auch Kreislaufwirtschaft, Arbeitssicherheit und die Versorgungssicherheit unserer Entsorgungsinfrastruktur. Ich danke allen Beteiligten aus der MVA Hamm, den Stadtwerken Hamm und der ITAD für den offenen und konstruktiven Austausch. Die Gespräche vor Ort zeigen, wie wichtig es ist, gemeinsam praktikable Lösungen zu entwickeln und die Probleme nicht aus dem Blick zu verlieren“, so Michael Thews abschließend.


Bau-Turbo: Mehr Tempo gegen steigende Wohnkosten

Steigende Baupreise, Inflation und lange Genehmigungsverfahren erschweren den Bau bezahlbarer Wohnungen. Wie der Bau-Turbo hier helfen kann, war Thema der Diskussionsveranstaltung „Bündnis für Wohnen: Mehr Wohnraum durch Bau-Turbo“ der SPD-Bundestagsfraktion im Foyer des Bauvereins zu Lünen.

Michael Thews MdB diskutierte gemeinsam mit Hendrik Bollmann MdB, Sprecher der AG Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Unterberg, Vorstand des Bauvereins zu Lünen, sowie Gästen aus der Region über schnellere Verfahren, sozialen Wohnungsbau, kommunale Wohnungsbaugesellschaften und praxistaugliche Baustandards.

Michael Thews betonte: „Bezahlbares Wohnen ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Wir brauchen mehr Tempo beim Bauen, aber wir dürfen dabei Klimaschutz, gute Stadtentwicklung und die Interessen der Mieterinnen und Mieter nicht gegeneinander ausspielen. Der Bau-Turbo setzt genau dort an, wo Wohnungsbau bislang oft viel Zeit verliert: im Planungs- und Genehmigungsrecht. Kommunen können dringend benötigte Wohnungsbauprojekte schneller ermöglichen, ohne in jedem Fall erst langwierige Bebauungsplanverfahren durchlaufen zu müssen. Entscheidend bleibt aber die Zustimmung der Städte vor Ort. Damit wird Tempo gemacht, ohne die kommunale Planungshoheit auszuhebeln.“

„Bezahlbare Baustandards sind ein wichtiger Hebel für die Reduzierung der immer weiter steigenden Kosten. Nicht jede Norm ist sicherheitsrelevant. Mit dem Gebäudetyp E soll einfacher und günstiger gebaut werden können, ohne bei Sicherheit, Brandschutz oder Stabilität Abstriche zu machen. Wenn wir bezahlbarer bauen wollen, müssen wir unterscheiden zwischen dem, was notwendig ist, und dem, was Baukosten unnötig in die Höhe treibt“, erklärte Hendrik Bollmann.

„Wer bezahlbaren Wohnraum schaffen will, braucht verlässliche Rahmenbedingungen, klare Zuständigkeiten und planbare Förderungen. Genossenschaftliche Wohnungsbaugesellschaften können dabei ein starker Partner sein”, so Carsten Unterberg.

Steven Roch, Landtagskandidat der SPD in Lünen, sagte: „Gerade in Lünen spüren viele Menschen den Druck auf dem Wohnungsmarkt. Wir brauchen zeitnah mehr bezahlbare Wohnungen und lebendige Quartiere mit guter Infrastruktur.“

Im Anschluss konnten die Besucherinnen und Besucher Fragen stellen und eigene Erfahrungen einbringen. Der Werner Bürgermeister Lars Hübchen lobte den Bau-Turbo ausdrücklich und berichtete, dass Werne das Instrument bereits bei mehreren Projekten anwendet. Die Veranstaltung machte deutlich: Bezahlbarer Wohnraum braucht Tempo, verlässliche Förderung und eine enge Zusammenarbeit von Bund, Land, Kommunen und Wohnungswirtschaft.


Besuchergruppe aus Hamm, Lünen, Selm und Werne war auf politischer Bildungsfahrt in Berlin

Eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis von Michael Thews MdB war in der vergangenen Woche für drei Tage in Berlin unterwegs. Rund 50 Vertreter:innen, Ehrenamtliche sowie interessierte Bürger:innen aus Vereinen und Institutionen aus Hamm, Lünen, Selm und Werne nahmen an der politischen Bildungsfahrt teil.

Mit dabei waren unter anderem Teilnehmende der AWO, des Knappenvereins, des Kulturvereins der Sinti, der Age-Gruppe sowie mehrerer SPD-Ortsvereine. Auf dem Programm standen verschiedene Stationen, die Einblicke in Politik, Geschichte und Gesellschaft gaben. Dazu gehörten ein Besuch im Bundesrat, eine Führung durch die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen, eine Stadtrundfahrt entlang politisch bedeutsamer Orte sowie ein Besuch im Deutschen Bundestag.

“Politische Bildung heißt auch, Geschichte nicht nur aus Büchern zu kennen, sondern Orte zu besuchen, an denen sie sichtbar und spürbar wird. Der Besuch in Sachsenhausen hat eindrücklich gezeigt, wohin Hass, Ausgrenzung und Menschenverachtung führen. Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus wieder lauter werden, gilt für mich ganz klar: Nie wieder ist jetzt!”, betonte Michael Thews.

Thews freute sich zudem über das große Interesse aus seinem Wahlkreis: „Solche Fahrten machen Politik greifbar und schaffen Raum für den direkten Austausch. Besonders schön war, dass so viele Ehrenamtliche und engagierte Bürger:innen dabei waren. Sie leisten vor Ort wichtige Arbeit und haben in Berlin spannende Einblicke in politische Abläufe und historische Zusammenhänge bekommen.“

Die Besucherfahrt ermöglichte den Teilnehmenden, die Arbeit der Verfassungsorgane kennenzulernen, historische Orte zu besuchen und sich mit Michael Thews über aktuelle politische Themen auszutauschen.

 

Fotoquelle: Bundesregierung / StadtLandMensch-Fotografie


Besserer Schutz vor häuslicher Gewalt: Bundestag beschließt Reform des Gewaltschutzgesetzes

Michael Thews: „Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache“

Der Deutsche Bundestag hat die Reform des Gewaltschutzgesetzes beschlossen. Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews begrüßt das Gesetz ausdrücklich. Mit der Reform wird der Schutz von Betroffenen häuslicher Gewalt deutlich gestärkt.

„Das ist eine überfällige Reform. Die elektronische Aufenthaltsüberwachung nach spanischem Vorbild funktioniert und nun setzen wir sie auch in Deutschland um. Auch in Hamm, Lünen, Selm und Werne sind zu viele Frauen und Kinder von häuslicher Gewalt betroffen. Mit diesem Gesetz bekommen sie besseren Schutz und Täter klare Konsequenzen“, erklärt Michael Thews.

Kern der Reform ist die Einführung der elektronischen Aufenthaltsüberwachung, also der Fußfessel für Täter. Damit können Annäherungsverbote wirksamer kontrolliert werden. Nähert sich ein Täter der geschützten Person, wird diese gewarnt. Zusätzlich wird eine Warnzone geschaffen, die als Sicherheitspuffer dient. Die Polizei kann dadurch früher alarmiert werden. So bleibt mehr Zeit zum Handeln, bevor eine Situation eskaliert.

Darüber hinaus werden Anti-Gewalt-Trainings für Täter verpflichtend. Verstöße gegen Schutzanordnungen können künftig mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden. Opfer dürfen bei Gerichtsanhörungen zudem eine Vertrauensperson mitbringen. Familiengerichte erhalten außerdem Zugang zum Waffenregister, damit Gefährdungslagen besser eingeschätzt werden können.

„Gewalt gegen Frauen ist keine Privatsache, sondern ein Angriff auf die Gleichberechtigung und den demokratischen Rechtsstaat. Das neue Gesetz ist ein wichtiger Schritt, um Femizide zu verhindern und Frauen besser zu schützen. Weitere Maßnahmen müssen folgen, etwa gegen digitale Gewalt und für besseren Schutz in Sorge und Umgangsrechtsverfahren“, so Thews.


35 US-amerikanische Stipendiat:innen suchen Gastfamilien – Michael Thews MdB unterstützt deutsch-amerikanischen Schüleraustausch im Wahlkreis

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm, kurz PPP, ist ein Vollstipendium für den deutsch-amerikanischen Schüleraustausch. Es wird seit 1983 jährlich vom Deutschen Bundestag und dem US-Kongress angeboten. Jugendliche aus den USA und Deutschland können im Rahmen des Programms als Junior-Botschafter:innen ein Schuljahr im jeweils anderen Land verbringen. Ziel ist es, die Freundschaft, das gegenseitige Verständnis und den Kulturaustausch zwischen Deutschland und den USA zu stärken.

Auch im Sommer 2026 reisen wieder Jugendliche aus den USA nach Deutschland, um ihren Schüleraustausch zu beginnen. Bundestagsabgeordnete übernehmen dabei Patenschaften für die Teilnehmenden. Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Thews unterstützt das Programm in seinem Wahlkreis Hamm, Lünen, Selm und Werne.

„Das Parlamentarische Patenschafts-Programm ist gelebte Völkerverständigung. Junge Menschen lernen ein anderes Land nicht nur aus Büchern kennen, sondern durch Alltag, Schule, Familie und persönliche Begegnungen. Gerade in politisch herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Brücken zwischen unseren Gesellschaften zu bauen und den Austausch zwischen Deutschland und den USA zu stärken“, erklärt Michael Thews.

Für die Durchführung des Austauschs ist im Wahlkreis die gemeinnützige Austauschorganisation Experiment zuständig. Deutschlands älteste gemeinnützige Austauschorganisation begleitet seit über 90 Jahren internationale Begegnungen und Austauschprogramme.

Für 35 Jugendliche aus den USA werden aktuell Gastfamilien gesucht. Diese sollen den Austauschschüler:innen ein Zuhause auf Zeit geben. Gastfamilie können ganz unterschiedliche Haushalte werden, etwa Familien mit Kindern, Paare ohne Kinder, Alleinerziehende, Patchworkfamilien oder Regenbogenfamilien. Entscheidend sind Offenheit, Neugier, Humor, Toleranz und die Bereitschaft, sich auf ein neues Familienmitglied auf Zeit einzulassen.

„Gastfamilien leisten einen wichtigen Beitrag für den internationalen Austausch. Sie öffnen nicht nur ihre Tür, sondern auch ihren Alltag und ihr Familienleben. Daraus entstehen oft Freundschaften, die weit über das Austauschjahr hinaus bestehen bleiben. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich auch in Hamm, Lünen, Selm und Werne Familien finden, die einem jungen Menschen aus den USA diese besondere Erfahrung ermöglichen“, so Thews.

Die Jugendlichen aus den USA sind zwischen 15 und 17 Jahre alt. Im August 2026 besuchen sie zunächst für einen Monat ein Vorbereitungscamp mit Intensivsprachkurs in Deutschland. Am 5. September reisen sie anschließend zu ihren Gastfamilien weiter, bei denen sie für zehn Monate leben werden.

Interessierte Familien können sich an die Geschäftsstelle von Experiment in Bonn wenden. Ansprechpartner ist Experiment unter der Telefonnummer 0228 95722 41 oder per E-Mail an gastfreundlich@experiment-ev.de. Weitere Informationen rund um das Thema Gastfamilie gibt es unter www.experiment-ev.de/gastfamilie-werden.

Zudem startet im Mai die Bewerbungsphase für deutsche Jugendliche, die mit dem PPP-Stipendium ein Auslandsjahr in den USA verbringen möchten. Bewerbungen für das 44. Parlamentarische Patenschafts-Programm im Schuljahr 2027/2028 sind zwischen dem 2. Mai und dem 11. September 2026 möglich. Weitere Informationen gibt es unter www.bundestag.de/ppp.

Über Experiment

Experiment ist Deutschlands älteste gemeinnützige Austauschorganisation. Seit über 90 Jahren setzt sich der Verein für den Austausch zwischen Menschen aller Kulturen, Religionen und Altersgruppen ein. Experiment ist das deutsche Mitglied der Federation of The Experiment in International Living. Jährlich reisen über 2.000 Teilnehmende mit Experiment ins Ausland und nach Deutschland. Zu den Kooperationspartnern gehören unter anderem die US-Botschaft, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Deutsche Bundestag. Weitere Informationen gibt es unter www.experiment-ev.de.


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