Vom reparierten Fahrrad bis zum Mosaik: Thews besucht BIWAQ-Projekt in Hamm
Das Bundesbauministerium hat mitgeteilt, dass das Hammer BIWAQ-Projekt des kommunalen Jobcenters „Lebensnahes Quartier“ bis 2028 weiter gefördert wird. Die Förderung steigt damit auf insgesamt 2,7 Millionen Euro. Der Bundestagsabgeordnete Michael Thews nahm die Zusage zum Anlass, sich die Arbeit in den Werkräumen in Herringen und verschiedene Projekte im Hammer Westen und Norden anzusehen.
Bei der Führung wurde deutlich, wie vielseitig die Teilnehmer:innen arbeiten: Sie reparieren Fahrräder, die anschließend versteigert werden, fertigen Bänke und andere Holzarbeiten an, gestalten Mosaike oder reparieren Alltagsgegenstände. Anschließend besuchte Thews unter anderem die Mosaike an der Kita Drei Könige und den Urban Garden, welches das BIWAQ-Projekt (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) begleitet hat.
„In den Werkräumen wird geschraubt, gebaut und gestaltet. Was kaputt ist, wird nach Möglichkeit repariert und weitergenutzt. Die Teilnehmer:innen lernen dabei ganz unterschiedliche Tätigkeiten kennen und können herausfinden, wo ihre Fähigkeiten liegen. Ein wieder fahrtüchtiges Fahrrad oder eine selbst gebaute Bank machen den Erfolg der eigenen Arbeit greifbar“, erklärt Thews.
Auch Herringens Bezirksbürgermeisterin Petra Nattke begleitete den Besuch. „Die Teilnehmer:innen können stolz auf ihre Arbeit sein. Was sie hier schaffen, wird gebraucht und macht unsere Stadtteile schöner. Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen erfahren, was in diesen Werkräumen geleistet wird“, sagt Nattke.
Wie groß der Unterstützungsbedarf ist, wurde im Gespräch deutlich: Weniger als zehn Prozent der Teilnehmer:innen haben eine abgeschlossene Berufsausbildung. Einige können nicht oder nur eingeschränkt lesen und schreiben. Das Projekt des Kommunalen Jobcenters verbindet deshalb praktische Tätigkeiten mit niedrigschwelliger Qualifizierung und intensivem persönlichem Coaching. Es unterstützt Menschen im Hammer Westen und Norden auf dem Weg in eine Beschäftigung oder weiterführende Qualifizierung.
„Wenn grundlegende Kenntnisse fehlen, reicht der Hinweis auf eine freie Stelle nicht aus. Es braucht Menschen, die sich Zeit nehmen, Fähigkeiten erkennen und gemeinsam mit den Teilnehmer:innen die nächsten Schritte gehen. Ich freue mich, dass die Förderung bis 2028 diese Arbeit weiter ermöglicht. Mein Dank gilt dem Team für die Einblicke und die engagierte Begleitung“, so Thews.
Die Förderung erfolgt aus Mitteln des Bundes und des Europäischen Sozialfonds Plus. Nach notwendigen haushälterischen Klärungen hat die Deutsche Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See als zuständige Bewilligungsbehörde den Verlängerungsantrag genehmigt.
