109.566 Euro Bundesförderung für den Klimaschutz im Evangelischen Kirchenkreis Hamm
Der Evangelische Kirchenkreis Hamm erhält 109.566 Euro aus dem Bundesumweltministerium für die Fortsetzung seines Klimaschutzmanagements. Der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Thews informierte sich gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister Jan Ole Trautmann vor Ort über die bisherigen Erfolge, die nächsten Schritte und die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung. Die Förderung geht über drei Jahre und deckt 40 Prozent der Personalkosten sowie externe Leistungen zur Prozessunterstützung, Akteursbeteiligung und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Kirchenkreis hat eine umfassende Energie- und Klimaschutzbilanz erstellt und daraus 19 konkrete Maßnahmen abgeleitet. Ein Schwerpunkt liegt auf den kirchlichen Gebäuden. Geplant sind unter anderem energetische Sanierungen, die Optimierung von Heizungsanlagen und der Austausch fossiler Heizungen. Zudem sollen Photovoltaikanlagen auf insgesamt 19 Kindertagesstätten entstehen. Weitere Anlagen auf kirchlichen Gebäuden sind bereits in Vorbereitung.
“Der Kirchenkreis zeigt, wie aus einem Klimaschutzkonzept konkrete Maßnahmen werden. Die Bundesförderung schafft die notwendige personelle Grundlage dafür, dass dieser Weg konsequent weitergegangen werden kann. Davon profitieren nicht nur das Klima und die Kirchengemeinden, sondern langfristig auch die Menschen vor Ort”, erklärt Michael Thews.
Dr. Tilman Walther-Sollich, Assessor und Vertreter der Kirchenkreisleitung, betont: “Wir haben uns als Kirchenkreis klare Ziele gesetzt und wollen unserer Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung gerecht werden. Dabei wollen wir als Teil der Gesellschaft Verantwortung übernehmen und unser erlangtes Wissen im Bereich Klimaschutz auch teilen. Mit der Förderung können wir unser Klimaschutzmanagement fortsetzen und die gemeinsam beschlossenen Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen.”
“Bis 2035 möchten wir die Treibhausgasemissionen um rund zwei Drittel im Vergleich zu 2023 reduzieren. Der Gebäudebereich bietet uns besonders große Möglichkeiten, Energie und Emissionen einzusparen. Entscheidend ist, dass wir gezielt in die Gebäude investieren, die langfristig genutzt werden. Dafür brauchen wir verlässliche Planungen und eine stabile Förderkulisse”, erklärt die Klimaschutzmanagerin Dorothea Keveloh.
Jan Ole Trautmann freut sich: “Die Stadt Hamm und der Kirchenkreis haben bereits erfolgreich bei der Finanzierung der KiTa-Standorte zusammengearbeitet, da NRW die Träger mit dem KiBiz-Programm nicht auskömmlich finanziert. Deshalb freut es mich, dass der Evangelische Kirchenkreis erneut Verantwortung übernimmt und zeigt, wie Klimaschutz vor Ort konkret umgesetzt werden kann. Die geplanten Maßnahmen senken den Energieverbrauch, stärken unsere örtlichen Einrichtungen und leisten einen wichtigen Beitrag zu einem klimafreundlichen Hamm.”
Michael Thews erklärt abschließend: “Klimaschutz gelingt nur, wenn Ziele auch vor Ort umgesetzt werden können. Dafür braucht es Planungssicherheit und Förderangebote, auf die sich Kirchen, Kommunen und andere Einrichtungen verlassen können. Die Erfahrungen und Hinweise aus Hamm nehme ich deshalb auch mit nach Berlin.”
